Wilde Nacht

  

Nun man kann sich nicht nur über den grünen Klee loben, nein auch seine schlechten Seiten muss man Preis geben. Und so ein Erlebnis will ich euch schildern:

Also - es begann mit einem nächtlichen Streifzug. Ich schlenderte durch die Nachbarschaft und das erste Missgeschick war, dass ich bei rot über eine stark befahrene Strasse trabte. Durch den lauten Knall, den der BMW beim Zermalmen eines Fiats verursachte, war ich wie wachgerüttelt und rannte davon. Zum Glück stand eine Kellerfenster offen und ich konnte mich dort verstecken. Als ich mich einigermassen von dem Schreck erholt hatte, entdeckte ich in der Dunkelheit einen Kühlschrank. Viel zu holen gab es nicht. Ausser einem Tablett mit rohem Fisch sagte mir nichts zu.

Wieder auf der Strasse spürte ich zwei Mädels auf. Ich hatte schon lange keinen Sex mehr und eine musste wohl oder übel daran glauben.  Doch bevor ich sie erreichte, entdeckten sie mich und liefen kreischend auseinander. Welche war wohl langsamer und noch einzuholen. Ich hatte Glück und konnte die Dunkelhaarige noch vor ihrem zuhause abfangen und tat, was Männer am liebsten tun.

Doch durch meine Verfolgung bin ich in einer ganz miesen Ecke der Stadt gelandet. Hier kannte ich mich nicht aus.  Und die kratzenden Geräusche verrieten mir, dass hier ein anderer das Sagen hatte. Der Angreifer hatte urplötzlich seine Pranke zwischen meine Schulterblätter gerammt. Ich merkte wie die Haut riss und einige Tropfen Blut herausquollen. Auf dem Rücken liegend, den Gegner über mir trat und biss ich, und konnte mich glücklicherweise befreien. So schnell ich konnte, rannte ich davon und achtete nicht auf den Verkehr. Das letzte was ich wahrnahm, war ein Omnibus, dessen Vorderräder mich erfassten.

Dann wurde ich wach.

Träume können so furchtbar sein – speziell wenn man träumt, ein Kater zu sein !

 

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